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AVB

Allgemeine Vertragsbedingungen

Sollte es keine weiteren Vereinbarungen geben, übernimmt das Übersetzungsbüro (im Weiteren: Auftragnehmer) nur unter folgenden Bedingungen von dem Auftraggeber einen Übersetzungsauftrag.

1          UMFANG UND ART DER LEISTUNG, DER AUFTRAG

1.1             Die Leistung: mündliche oder schriftliche Übersetzung. Als schriftliche Übersetzung gelten alle Leistungen, bei denen der Text der Ausgangssprache ein Text ist, der auf einem elektronischen Datenträger oder auf Papier aufgezeichnet ist und dessen Übersetzung in die Zielsprache ebenfalls ein auf einem elektronischen Datenträger oder auf Papier aufgezeichneter Text ist. Als mündliche Übersetzung (Dolmetschen) gelten alle Leistungen, deren Resultat eine Übersetzung der Ausgangssprache ist, die mündlich oder direkt auf elektronischem Weg in die Zielsprache vermittelt wird.

1.2             Der Auftrag: Der Auftraggeber und das Übersetzungsbüro stimmen während des Auftrags Inhalt, Format und Umfang des zu übersetzenden Textes, Ausgangssprache und Zielsprache/n, das Format des Zieldokumentes, den Termin, Abrechnungsart und Einzelpreis sowie eventuelle andere Vereinbarungen miteinander ab. Die Abstimmung kann sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgen. Bei regelmäßigen Aufträgen sollte ein Rahmenvertrag abgeschlossen werden.

2         AUFTRAGSERFÜLLUNG TERMINE, DISKRETION

2.1            Der Auftrag gilt als erfüllt, wenn die Übersetzung gemäß der Vereinbarung abgegeben wurde, und wenn der Auftraggeber innerhalb von 15 Tagen keine Beanstandung hat.

2.2            Das Übersetzungsbüro stellt dem Auftraggeber die fertige Übersetzung gemäß Vereinbarung per E-Mail oder per Post zu. Falls die persönliche Entgegennahme vereinbart wird, kann der Auftraggeber die Übersetzung bei dem Übersetzungsbüro abholen. Sollte der Auftraggeber die fertige Übersetzung trotz schriftlicher Aufforderung des Auftragnehmers nicht annehmen, kann der Auftragnehmer von dem Vertrag zurücktreten und eine Erstattung seines Schadens und seiner Kosten verlangen.

2.3            Der Auftragnehmer muss das zu übersetzende Dokument und die Übersetzung nach der Fristerfüllung nur 30 Tage lang aufbewahren. Nach dieser Zeit übernimmt er weder für die Materialien noch für die Dokumente eine Haftung.

2.4            Voraussetzung für die Einhaltung der Fristerfüllung ist, dass alle für die Übersetzung notwendigen Dokumente entsprechend der Bestellung bei dem Auftraggeber eintreffen müssen. Werden die Voraussetzungen nicht rechtzeitig erfüllt, verlängert sich die Erfüllungsfrist dem entsprechend.

2.5           Der Auftraggeber ist nur dann berechtigt bei einer Verzögerung von dem Vertrag zurückzutreten, wenn er dies vertraglich festgelegt hat. Eine Verspätung des Auftraggebers schließt die Verspätung des Auftragnehmers aus. Bei einem rechtsmäßigen Vertragsrücktritt kann der Auftragnehmer nur die Rückerstattung begründeter Kosten beanspruchen.

2.6           Sollte der Auftraggeber einen bestellten Übersetzungsauftrag stornieren, ist er verpflichtet, dem Auftragnehmer 10% des Nettowertes des Auftrags als Stornierungsgebühr zu zahlen, auch wenn der Auftragnehmer noch nicht mit der Arbeit begonnen hat.

2.7            Das Übersetzungsbüro behandelt das von dem Auftraggeber zur Verfügung gestellte Material vertraulich. Es wird nur den mit der Arbeit beauftragten Übersetzern, Lektoren und internen Mitarbeitern zugänglich gemacht. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, jeden, der Einblick in die zu übersetzenden Dokumente bzw. in die Übersetzungen bekommt, zur Geheimhaltung des Inhalts der Übersetzungen zu verpflichten.

3         PREIS DER LEISTUNG; BEZAHLUNG

3.1            Die Preise für die Übersetzungsaufträge sind durch die geltende Preisliste des Auftragnehmers oder durch ein spezielles Preisangebot für eine bestimmte Arbeit bzw. durch einen mit dem Auftraggeber geschlossenen Rahmenvertrag festgelegt. Der Auftragnehmer ist berechtigt, eine Minimalgebühr festzulegen.

3.2            Ein Preisangebot ist nur schriftlich und innerhalb eines Monats nach Ausgabe des Preisangebots gültig.

3.3            Für das Lektorieren schriftlicher Übersetzungen, die von anderen durchgeführt wurden, bzw. für die Qualifizierung mündlicher Übersetzungen, kann der Auftragnehmer den Preis einer Übersetzung entsprechenden Charakters berechnen.

3.4            Bei einer schriftlichen Übersetzung kann der Auftraggeber eine Änderung der bereits durchgeführten und abgelieferten Übersetzung verlangen. Sollten die gewünschten Änderungen in dem modifizierten Text verglichen mit der vorherigen Version nicht gut erkennbar markiert sein, ist der Auftragnehmer berechtigt, dem Auftraggeber das Lektorieren des gesamten Textes zu berechnen. Wenn der Auftraggeber die Änderungen in dem zu übersetzenden Dokument gut erkennbar markiert, übersetzt der Auftragnehmer nur die markierten Teile und stellt dem Auftraggeber nur die Übersetzung dieser Textteile bzw. sonstige hinzugekommene Aufwendungen in Rechnung.

3.5            Die Leistung des Auftragnehmers gilt als geistige Schöpfung. Dem Auftragnehmer ist bis zur vollständigen Begleichung der Rechnung das Nutzungsrecht an seiner geistigen Schöpfung vorbehalten. Die Genehmigung zur Nutzung ist erst nach vollständiger Begleichung der Rechnung gegeben.

3.6            Falls die Vertragspartner es nicht anders vereinbaren, erfolgt die Zahlung durch Überweisung. Der Auftragnehmer hat das Recht, eine entsprechende Teilzahlung zu verlangen. Die Zahlungsfrist beträgt - den Tag der Übersetzungsübernahme unberücksichtigt - 15 Werktage ab Rechnungsausstellung.

3.7            Die geltenden Verzugszinsen ist der Auftraggeber im Falle des Zahlungsverzugs verpflichtet, zu zahlen, sie betragen das Doppelte des jeweiligen Basiszinssatzes der Bank.

3.8            Im Falle des Zahlungsverzugs des Auftraggebers hat der Auftragnehmer das Recht, weitere Übersetzungsaufträge bis zur Zahlung zu verschieben. Diese Klausel bezieht sich auch auf Bestellungen des Auftraggebers, für die die Vertragspartner bei der Bestellung eine Lieferfrist vereinbart haben.

4         HAFTPFLICHT, SCHADENERSATZ, VIS MAJOR

4.1            Der Auftragnehmer muss die Übersetzung in die Zielsprache/n in bester Qualität, fachlich und sprachlich konform durchführen. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die Übersetzung mit der entsprechenden Sorgfalt durchzuführen, er kann aber nicht dazu verpflichtet werden, den subjektiven Erwartungen des Auftraggebers zu entsprechen.

4.2            Jede mit der Übersetzungsqualität verbundene Reklamation muss bei einer schriftlichen Übersetzung innerhalb von zwei Wochen nach Entgegennahme der Übersetzung, bei einer mündlichen Übersetzung direkt nach deren Ausübung geltend gemacht werden. Innerhalb dieser Zeit kann an den Auftragnehmer ein etwaiger Schadenersatzanspruch gestellt werden. Der Auftraggeber muss eventuelle Übersetzungsmängel begründen. Nach mehr als sechs Monaten nach der Leistung kann kein Haftungsanspruch mehr geltend gemacht werden.

4.3            Bei einer schriftlichen Übersetzung muss der Auftraggeber dem Auftragnehmer die Möglichkeit und genügend Zeit geben, die Fehler in der Übersetzung zu korrigieren. Sollte der Auftraggeber das verweigern oder einen Dritten zur Behebung der Fehler auffordern, ist der Auftragnehmer von seiner Pflicht zur Mängelbehebung enthoben. Führt der Auftragnehmer die Korrektur innerhalb der angegebenen Zeit durch, ist der Auftraggeber verpflichtet, die Rechnung des Auftragnehmers in der Gesamtsumme zu zahlen. Das gilt nicht, wenn dem Auftraggeber durch die Verzögerung ein nachweisbarer Schaden entstanden ist.

4.4            Korrigiert der Auftragnehmer die Mängel nicht innerhalb der angemessenen Fristverlängerung, kann der Auftraggeber von dem Vertrag zurücktreten oder eine Preisermäßigung verlangen. Bei einem irrelevanten Fehler steht dem Auftraggeber das Rücktrittsrecht nicht zu. Der Fehler ist irrelevant, wenn in dem Text kein Übersetzungsfehler erkennbar ist, der den Sinn verändert.

4.5            Der Mangelersatzanspruch berechtigt den Auftraggeber nicht, die in der Vereinbarung festgelegten Entgelte einzubehalten.

4.6             Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung:

  •  wenn in dem zu übersetzenden Dokument spezifische Fachausdrücke (besonders branchenspezifische bzw. durch den Auftraggeber firmenintern genutzte Begriffe) vorkommen, die noch nicht zum Allgemeinbegriff wurden, auch nicht für die Übersetzung nicht definierter Abkürzungen, es sei denn, der Auftraggeber hat dem Auftragnehmer bei der Bestellung die entsprechende Terminologie zur Verfügung gestellt.
  • für Übersetzungsmängel, deren Ursache in dem zur Übersetzung gegebenen Text durch Fehler, Auslassungen, Doppeldeutigkeiten und auch in der Ausgangssprache nicht interpretierbarem Text resultieren.
  •  für Schäden, die durch etwaige Übersetzungsmängel verursacht sind, die bei den Übertragungen zur Druckerei oder zu einer anderen Publizierung entstanden sind, es sei denn, der Auftragnehmer hatte die Möglichkeit, den Korrekturabzug zu kontrollieren oder in anderer Form eine Verfasserkorrektur vorzunehmen. (In diesem Fall kann der Auftragnehmer für die Korrektur eine Sonderbelastung berechnen.)
  • für etwaige Ungenauigkeiten, die bei der Übersetzung von Übersetzungsaufträgen mit Dringlichkeit vorkommen, weil die Dringlichkeit notwendigerweise die übliche und qualitativ einwandfreie Kontrolltätigkeit des Auftraggebers ausschließt, obwohl er die Übersetzung auch in diesem Fall mit größtmöglicher Sorgfalt und Aufmerksamkeit behandelt.

4.7            Der Auftragnehmer haftet mit der Übersetzung gemäß Zivilrecht für einen Schaden, den er dem Auftraggeber verursacht hat. Er ist nicht verpflichtet, den Teil eines Schadens zu ersetzen, der durch das Verhalten des Auftraggebers eingetroffen ist. Für einen entgangenen Nutzen haftet der Auftragnehmer nur bei einem entschieden Beweis des ursächlichen Zusammenhangs mit der Übersetzung.

4.8            Die Vis major (höhere Gewalt) hebt den Vertrag zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber auf. Der Auftragnehmer kann seine Kosten bzw. den Gegenwert seiner Teilleistung beanspruchen.

5         SONSTIGES

5.1            Die Vertragspartner unternehmen alles, damit etwaige strittige Fragen untereinander auf gütlichem Wege beigelegt werden können.

5.2            Zur Entscheidung eines Rechtsstreits, der aus dem Vertragsverhältnis resultiert, wendet sich der Auftragnehmer an das für seinen Firmensitz zuständige Gericht.

5.3            Sollten einzelne Punkte des Vertrags ungültig werden, betrifft dies nicht die weiteren Vertragspunkte.

5.4            Der Auftraggeber akzeptiert die vorliegenden Vertragsbedingungen bei der Bestellung des Übersetzungsauftrags und erkennt sie für sich verbindlich an.